{"id":4672,"date":"2018-02-28T22:00:56","date_gmt":"2018-02-28T16:30:56","guid":{"rendered":"https:\/\/rundreise.4lima.de\/?p=4672"},"modified":"2018-02-28T22:00:56","modified_gmt":"2018-02-28T16:30:56","slug":"2018-02-28-tag-1003-2a-8m-27dteilstrecke-0-kmgesamtstrecke-14-9034-km","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rundreise.dosiek.de\/?p=4672","title":{"rendered":"2018\/02\/28,\u00a0Tag 1.003 (2a 8m 27d),<br \/>Teilstrecke: 0\u00a0km,<br \/>Gesamtstrecke: 14.903,4\u00a0km"},"content":{"rendered":"<p>Boarding time f\u00fcr unseren Flug von Colombo nach Chennai war um 5:15 Uhr. Gegen 4:20 Uhr erschien auf den Anzeigetafeln die Informationen \u00fcber die Check-in Schalter f\u00fcr unseren Flug. Das war f\u00fcr uns das Signal, die Sicherheitskontrolle f\u00fcr die Schalterhalle zu passieren. Nichtsahnend legten wir unsere \u201eBoarding Confirmation\u201c am Check-in vor. Doch statt der erwarteten Bordkanten erhielten wir die Auskunft, dass wir nicht eingecheckt werden k\u00f6nnten, solange wir nicht auch eine Weiterreisebest\u00e4tigung vorweisen k\u00f6nnten. Eine Weiterreisebest\u00e4tigung in Form z. B. der Buchung eines Fluges von Indien in ein anderes Land hatten wir nat\u00fcrlich nicht. Wir wissen schlie\u00dflich noch nicht, wie, wann, von wo und mit welchem Verkehrsmittel wir Indien verlassen werden. Auf Nachfrage nannte man uns als Grund f\u00fcr diese Forderung, dass die Fluggesellschaft ggf. die Kosten f\u00fcr den R\u00fccktransport derjenigen Passagiere tragen muss, denen die Einreise nach Indien verweigert w\u00fcrde, sollte Indien auf einer Weiterreisebest\u00e4tigung bestehen und diese nicht nachgewiesen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Schnell erkannten wir, dass Diskussionen mit den Mitarbeitern der Fluggesellschaft am Check-in fruchtlos w\u00e4ren und nur Zeit kosten, die wir nicht hatten, denn in etwa einer Stunde w\u00fcrde der Check-in schlie\u00dfen. Man riet uns, am Ticketschalter einen entsprechenden Flug zu buchen. Auf unseren Einwand, das w\u00e4re unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig, da wir die gebuchten Fl\u00fcge nicht nutzen w\u00fcrden, teilte man uns mit, es w\u00fcrde auch die Vorlage eines entsprechenden Zugtickets gen\u00fcgen. Obwohl wir etwa 24 Stunden nicht geschlafen hatten, waren wir nach der Drohung, uns nicht bef\u00f6rdern zu wollen, hellwach. Diez erinnerte sich daran, dass er in Reiseforen von Servicedienstleistern gelesen hatte, die anbieten, zum Weiterreisenachweis Flugtickets zu verkaufen, die kurz darauf storniert werden k\u00f6nnen und f\u00fcr die der Flugpreis ohne unvertretbare Stornierungsgeb\u00fchren zur\u00fcckerstattet wird.<\/p>\n<p>Die SIM-Karte f\u00fcr Sri Lanka wies noch ein ausreichendes Datenvolumen auf und der Akku des Laptops hatte noch genug Kapazit\u00e4t. Also stellten wir uns an einen nahegelegenen Tresen; das Mobiltelefon wurde zum mobilen Hotspot und wir begaben uns ins Internet. Zun\u00e4chst mussten die Links zu den Seiten der erw\u00e4hnten Dienstleister wiedergefunden werden. Unter einem der Links war kein Internetauftritt mehr vorhanden. Unter dem anderen konnten wir eine entsprechende Buchung vorbereiten. Erst nach dem zeitaufw\u00e4ndigen Ausf\u00fcllen eines Formulars erhielten wir den Hinweis, dass zwar die Buchung des Fluges (inklusive der Abbuchung des Flugpreises) sofort vorgenommen werden k\u00f6nne, die f\u00fcr uns entscheidende Best\u00e4tigung jedoch erst w\u00e4hrend der normalen Gesch\u00e4ftszeiten versandt w\u00fcrde, zu einem Zeitpunkt also, an dem das Flugzeug bereits ohne uns gestartet w\u00e4re. Den Versuch, eine Weiterreise \u00fcber Flugtickets best\u00e4tigen zu wollen, brachen wir daher ab.<\/p>\n<p>Doch wie bucht man eine Busfahrt von Indien in ein Nachbarland und \u2013 noch wichtiger \u2013, wie erhalten wir dar\u00fcber umgehend eine belastbare Best\u00e4tigung? Schlie\u00dflich fanden wir eine indische Buchungsseite, auf der Ausgangs- und Endpunkt der Busreise angegeben werden m\u00fcssen. Um die Kosten gering zu halten, versuchten wir es zun\u00e4chst mit Orten beidseits der indisch\/nepalesischen Grenze, die wir in Google Maps fanden. Obwohl wir uns bem\u00fchten, bedeutendere St\u00e4dte einzutragen, wurde unsere Anfrage erst akzeptiert, als wir es mit Delhi-Kathmandu versuchten. Immerhin eine zweit\u00e4gige Fahrt f\u00fcr einen nicht unbedeutenden Preis. Da der jedoch unter den Kosten lag, die uns nach der Verweigerung einer Bef\u00f6rderung des heutigen Fluges entstanden w\u00e4ren, verzichteten wir angesichts der fortgeschrittenen Zeit und der drohenden Schalterschlie\u00dfung auf die Suche nach g\u00fcnstigeren Alternativen. Vor Abschluss der Buchung mussten wir noch einen Account im Buchungsportal mit der \u00fcblichen Verifikation der E-Mail Adresse durch Beantwortung einer an diese Adresse gesandten Mail anlegen. Fast w\u00e4re diese Anmeldung an der ebenfalls anzugebenden Telefonnummer gescheitert. Diejenige unserer SIM-Karte f\u00fcr Sri Lanka wurde nicht anerkannt und erst als wir die Telefonnummer derjenigen f\u00fcr Indien eintrugen, wurde die Anmeldung akzeptiert. Die Autorisierung der Kreditkartenzahlung mit Hilfe des bereits f\u00fcr die Flugbuchung nach Goa auf dem Flughafen von Dubai hilfreichen Programms, dass auf dem Mobiltelefon ein Einmalpasswort generiert, funktionierte. Nach bangen Sekunden des Wartens wurde schlie\u00dflich die ersehnte Buchungsbest\u00e4tigung angezeigt. Mit dem ge\u00f6ffneten Laptop eilten wir zur\u00fcck zum Check-in Schalter, an dem gerade die letzten Flugg\u00e4ste abgefertigt wurden. Ein h\u00f6herrangiger Mitarbeiter der Fluggesellschaft war bereit, die elektronische Buchungsbest\u00e4tigung zu akzeptieren und wir erhielten endlich unsere Bordkarten.<\/p>\n<p>Nach diesem aufregenden Teil unserer Reise waren wir froh, schlie\u00dflich im Flugzeug zu sitzen. Der Start erfolgte p\u00fcnktlich um 6:30 Uhr. Es war bereits hell, doch eine dichte Wolkendecke verhinderte, anders als w\u00e4hrend des Hinflugs, zun\u00e4chst die Sicht auf Land und Meer.<\/p>\n<p>Im gewohnt sonnigen Indien angekommen, verliefen die Einreiseformalit\u00e4ten problemlos und so sind unsere n\u00e4chsten 90 Tage in Indien gesichert. Wir haben uns vorgenommen, zuk\u00fcnftig bei grenz\u00fcberschreitenden Fl\u00fcgen fr\u00fchzeitig in Erfahrung zu bringen, ob ein Wiederausreisenachweis verlangt werden k\u00f6nnte. Sollte das der Fall sein, w\u00fcrde es unsere Nerven schonen, wenn der nicht erst am Check-in eingeholt werden muss.<\/p>\n<p>Wir freuten uns auf unser nicht weit vom Flughafen entferntes Hotel, wollten Fr\u00fchst\u00fccken und endlich Schlafen. So reibungslos wie gedacht, verlief jedoch auch das nicht. Als man unserer Zimmer, das w\u00e4hrend unserer Abwesenheit gereinigt werden sollte, aufschloss, erlebten wir eine \u00dcberraschung. Das Bett war teilweise mit Zeitungen belegt, die erfolglos wohl vor den Flusen sch\u00fctzen sollten, die wie schwarze Schneeflocken im ganzen Zimmer verstreut waren. Was war passiert? Man erl\u00e4uterte uns, die Klimaanlagen im Hotel seien gewartet und ges\u00e4ubert worden. Offensichtlich nach der indischen Methode: Mit Pressluft wird der W\u00e4rmetauscher der Klimaanlage an Ort und Stelle vom Staub der letzten Jahre befreit. Eine sehr effiziente Methode, wenn man den Staub aus der Klimaanlage im gesamten Raum verteilen m\u00f6chte. Weswegen das Hotelpersonal die Zeit bis zu unserer Ankunft nicht genutzt hat, den Dreck zu beseitigen, wird wohl dessen Geheimnis bleiben. Immerhin wurde umgehend mit der Reinigung und dem Wechsel der Bettw\u00e4sche begonnen und nach etwa 20 Minuten konnten wir endlich unser Zimmer beziehen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gingen wir Fr\u00fchst\u00fccken. Wie \u00fcblich in einem kleinen Lokal mit nur etwa zehn Hockern und einem gewohnt schmackhaften Essen. Ausl\u00e4ndische G\u00e4ste scheinen dort die absolute Ausnahme zu sein, denn neugierig wurden wir sofort vom Wirt und zwei G\u00e4sten angesprochen. Wahrheitsgem\u00e4\u00df konnten wir dem bisher bei allen indischen Gespr\u00e4chspartnern sp\u00fcrbaren Wunsch nachkommen, ihnen zu best\u00e4tigen, dass Indien, der Bundesstaat und speziell ihre Stadt uns faszinieren. \u00dcberzeugend ist das Argument, dass wir andernfalls Indien nicht bereits das f\u00fcnfte Mal bereisen w\u00fcrden. Viel Fingerspitzengef\u00fchl verlangt es, ihren Stolz nicht zu verletzen, wenn wir ihnen berichten, dass es auch andere Orte auf der Welt mit au\u00dfergew\u00f6hnlichen Sehensw\u00fcrdigkeiten gibt. Als wir berichteten, dass wir mit Fahrr\u00e4dern unterwegs sind, fiel dem Wirt sofort ein, dass er \u00fcber uns in der Zeitung gelesen hatte. Er erinnerte sich sogar an unsere Namen, unser Alter und weitere im Artikel erw\u00e4hnte Details. Der Bericht muss ihn offensichtlich sehr beeindruckt haben. Sofort fing er an, im gro\u00dfen Stapel alter Zeitungen, die zum Verpacken des Take-away Essens gesammelt werden, nach dem Artikel zu suchen. Als wir zahlen wollten, weigerte er sich, von uns Geld anzunehmen. Die Ehre des Besuch von VIPs in seinem bescheidenen Lokal gen\u00fcgte ihm wohl.<\/p>\n<p>Nachdem Dagmar eine gro\u00dfe W\u00e4sche erledigt hatte, kamen wir gegen 14:00 Uhr endlich dazu, uns nach gut 34 Stunden ohne Schlaf ins Bett zu legen.<\/p>\n<p>Nach dem Abendessen nahmen wir uns noch die Zeit, die Erlebnisse dieses ereignisreichen Tages f\u00fcr unseren Reisebericht festzuhalten.<\/p>\n<p><div class=\"leaflet-map WPLeafletMap\" style=\"height:500px; width:100%;\"><\/div><script>\nwindow.WPLeafletMapPlugin = window.WPLeafletMapPlugin || [];\nwindow.WPLeafletMapPlugin.push(function WPLeafletMapShortcode() {\/*<script>*\/\nvar baseUrl = atob('aHR0cHM6Ly97c30udGlsZS5vcGVuc3RyZWV0bWFwLm9yZy97en0ve3h9L3t5fS5wbmc=');\nvar base = (!baseUrl && window.MQ) ?\n    window.MQ.mapLayer() : L.tileLayer(baseUrl,\n        L.Util.extend({}, {\n            detectRetina: 0,\n        },\n        {\"subdomains\":\"abc\",\"noWrap\":false,\"maxZoom\":20}        )\n    );\n    var options = L.Util.extend({}, {\n        layers: [base],\n        attributionControl: false\n    },\n    {\"zoomControl\":false,\"scrollWheelZoom\":true,\"doubleClickZoom\":false,\"fitBounds\":true,\"minZoom\":0,\"maxZoom\":20,\"maxBounds\":null,\"attribution\":\"<a href=\\\"http:\\\/\\\/leafletjs.com\\\" title=\\\"A JS library for interactive maps\\\">Leaflet<\\\/a>; \\u00a9 <a href=\\\"http:\\\/\\\/www.openstreetmap.org\\\/copyright\\\">OpenStreetMap<\\\/a> contributors\"},\n    {});\nwindow.WPLeafletMapPlugin.createMap(options).setView([0,0],12);window.WPLeafletMapPlugin.createScale({});});<\/script>\n[elevation gpx=\/wp-content\/uploads\/gpx\/2018-02-28.gpx ]<br \/>\n[layerswitch ]<br \/>\n[fullscreen ]<br \/>\n[zoomhomemap =true ]<\/p>\n<section class=\"mySection\" data-featherlight-gallery=\"\" data-featherlight-filter=\"a.myAImg01\">\n\t<p class=\"cFlexAufnDatum\" style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;padding-top: 10px;\"><span class=\"cFlexSpanAufnDatum\">Aufnahmedatum 28\/02\/2018<\/span><\/p>\t<div class=\"cFlexDivProFigures\" style=\"margin-top: 0px;margin-left: 0px;margin-bottom: 0px;\">\n\t\t<div class=\"cFlexColumnProImgAndCaption\">\n\t\t\t<div class=\"cFlexDivProImg\">\n\t\t\t\t<a target=\"_blank\" href=\"wp-content\\uploads\\images\\2018\\201802\\20180228_011058.jpg\" class=\"cFlexAInCaption\" rel=\"lightbox noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"cFlexImg\" src=\"wp-content\\uploads\\images\\2018\\201802\\Thumbs\\20180228_011058.jpg\" alt=\"Die kurze Nacht vor unserem R\u00fcckflug verbrachten wir in der Abflughalle\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<p class=\"cFlexCaptiontext\"><!-- 20180228_01105804jno.jpg -->Die kurze Nacht vor unserem R\u00fcckflug verbrachten wir in der Abflughalle&nbsp;&nbsp;<a class=\"cFlexAInCaption\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/search\/7.173134,79.886162\/@7.173134,79.886162,13z\" rel=\"nobox noopener noreferrer\"><span class=\"tooltip\"><span class=\"myWo\">Wo?<\/span><span class=\"tooltiptext\">Nach Rechtsklick<br>au\u00dferhalb \u00f6ffnen<\/span><\/span><\/a><\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Boarding time f\u00fcr unseren Flug von Colombo nach Chennai war um 5:15 Uhr. 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